Angela Gorr
  
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CDU lud zum Meinungsaustausch ins Hotel zur Post

Politischer Frühschoppen der CDU Wernigerode

Informations- und Meinungsaustausch standen im Mittelpunkt des politischen Frühschoppens, zu dem kürzlich der CDU-Stadtverband Wernigerode in das Hotel zur Post eingeladen hatte. Rund 30 Parteimitglieder und Gäste waren der Einladung gefolgt. Von der Haushaltspolitik der Stadt bis zur Aufwandsentschädigung für das Ehrenamt spannte sich dabei der Bogen.

Haushalt und Neuverschuldung in der Diskussion

Karl-Heinz Mänz, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Stadtrat von Wernigerode, berichtete aus der Arbeit der Fraktion. "Brennende Themen", so der Silstedter Ortsbürgermeister, seien in jüngerer Vergangenheit der Haushalt für das Jahr 2011 und das Investitionsprogramm der Stadt, insbesondere für den Ortsteil Schierke, gewesen.

Dabei wurde über die von der Stadt geplante Erhöhung der Gewerbesteuer für die Umsetzung der zukünftigen Vorhaben, zu denen auch das Gewerbegebiet Schmatzfelder Chaussee zählt, heftig diskutiert. Besonders wichtig für Wernigerode sei gerade das Gewerbegebiet an der Schmatzfelder Chaussee, ergänzte Uwe Albrecht, Vorsitzender des Stadtrats. Hier dürfe sich nämlich produzierendes Gewerbe niederlassen, für das es in der Stadt - auch im Industriegebiet Nord-West - keine weiteren Ansiedlungsmöglichkeiten mehr gebe. Drei Unternehmen hätten hier bereits „ernsthaftes Interesse“ signalisiert.

Klare Absage an die Gemeinschaftsschule  

"Die Menschen  im Lande zu halten", sei eine wichtige Aufgabe der Politik Sachsen-Anhalts, betonte die Landtagsabgeordnete Angela Gorr, gleichzeitig die Vorsitzende des Wernigeröder CDU-Stadtverbands. Gute Kindereinrichtungen und Schulen seien dabei genauso wichtig wie Straßen, bekräftigte sie. Den Plänen, in Sachsen-Anhalt sogenannte Gemeinschaftsschulen einzurichten, erklärte sie eine klare Absage. "Das geforderte längere gemeinsame Lernen lässt sich nicht ohne Eingriff in die Schulstandorte und –strukturen umsetzen, das würde aber erneut gravierende Veränderungen nach sich ziehen", gab sie zu bedenken.

Die Wirtschaftspolitik des Landes bezeichnete die direkt gewählte Abgeordnete als erfolgreich. "Ich freue mich, dass auch der Tourismus wieder stärker in den Blick genommen worden ist", ergänzte sie. „Wir sind auf einem guten Weg, aber selbstverständlich muss noch viel getan werden, wie das Beispiel Schierke zeigt.“ 

Politischer Frühschoppen der CDU Wernigerode

Weniger Bürokratie im Ehrenamt 

Im Mittelpunkt der durchaus lebhaft geführten Diskussion standen auch Fragen des Ehrenamts und des Vereinsrechts. Nicht mehr Geld, sondern weniger bürokratische Schwierigkeiten, so lautete die Forderung der Anwesenden, die sich zu einem großen Teil selber in Vereinen und Gruppen ehrenamtlich engagieren. Kritisiert wurde vor allem, dass die ohnehin gering bemessenen Aufwandsent- schädigungen auf Rentenzahlungen und Arbeitslosengeld II an gerechnet würden. 

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